CVJM-Jungschar verkauft Orangen und sammelt 838 Euro Spenden

800 Bio-Orangen haben die zwölf Kinder der CVJM-Jungscharen am vergangenen Samstag zugunsten von Straßenkindern in Äthiopien verkauft. Unter dem diesjährigen Motto „Teilen verbindet“  stellten sich die Kinder und  Mitarbeiter unter der Leitung von Susanne Stahl, Hendrik Arzt und Jugendreferentin Hannah Rentschler warm eingepackt mit Handschuhen und Stiefeln einen Samstagvormittag lang in den Dienst der guten Sache für die landesweite Orangenaktion des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw).

Für einen Euro pro Stück wechselten die vitaminreichen Früchte die Besitzer. Neben einem Stand auf dem Gerlinger Wochenmarkt war die Jungschar auch mit einem Bollerwagen vor dem Weltladen an der Stadtbahnhaltestelle unterwegs – und leistete dabei ganze Arbeit. Schon um 11.30 Uhr, eineinhalb Stunden vor Marktende waren alle Kisten leer und mehr als 800 Orangen verkauft. Der Erlös von 838 Euro  der diesjährigen Orangenaktion kommt Straßenkindern in Äthiopien zugute.

Das Land am Horn von Afrika gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. 38 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind mit dem HI-Virus infiziert oder an Aids erkrankt, darunter 96.000 Kinder. Allein in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba leben mehr als 30.000 Kinder auf der Straße, deren Eltern häufig an Aids erkrankt oder bereits gestorben sind. Landesweit gibt es nach UN-Schätzungen 1,2 Millionen Aidswaisen, davon 300.000 Straßenkinder.

Die Kinder schlafen unter Plastikplanen und suchen ihr Essen im Müll. Seit 2002 unterstützt der ejw-Weltdienst das YMCA Children Center Addis. In den drei Kinderzentren des ejw-Weltdienstes in Äthiopien wird mehr als 200 Straßenkindern geholfen. Die Kinder können in den Zentren wohnen oder werden in Pflegefamilien untergebracht. Sie bekommen regelmäßig gesundes Essen, medizinische Versorgung und eine Ausbildung.

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